Live Visuals beschreiben den Betrieb, Mapping die Fläche
Ein VJ gestaltet und mischt bewegte Bilder während einer Veranstaltung. Projection Mapping richtet Bildinhalte auf eine bestimmte reale Fläche aus. Beide Aufgaben können im selben Projekt vorkommen: Ein live gespieltes Bild kann beispielsweise auf mehrere gestaltete Bühnenflächen verteilt werden.
Für die Anfrage ist deshalb hilfreich, zwei Fragen getrennt zu beantworten: Wie sollen die Bilder über die Show hinweg wechseln? Und auf welchen Flächen sollen sie sichtbar sein? Erst daraus ergibt sich der passende kreative und technische Umfang.
Zwei eigene Schemata für unterschiedliche Aufgaben
Die Schemata sind vereinfachte Planungsskizzen, keine dokumentierten Geräteaufbauten. Sie zeigen die Abhängigkeiten, die vor einer Show geklärt werden müssen. Eine konkrete Signalverbindung oder Ausstattung wird erst mit der Veranstaltungstechnik festgelegt.
LIVE VISUALS
Musik / Showablauf → Bildmaterial + Live-Bedienung
→ vereinbarter Bildausgang → Screen
PROJECTION MAPPING
Flächenmaße + Blickpositionen → angepasste Inhalte
→ Bildzuordnung → Projektion auf Fläche
KOMBINATION
Live-Bedienung → flächenbezogene Bildzuordnung → mehrere BühnenflächenWelche Angaben führen zum passenden Format?
Für ein VJ-Set stehen Musik, Setstruktur, Bildsprache und Live-Abstimmung im Vordergrund. Für Mapping müssen zusätzlich Geometrie, Betrachtung und Projektorposition geklärt werden. Eine normale rechteckige Leinwand verlangt andere Inhaltsvorbereitung als eine gegliederte Bühnenkonstruktion.
| Ihre Aufgabe | Passender Einstieg | Entscheidende Unterlagen |
|---|---|---|
| Bilder während eines Konzerts live verändern | VJ / Live Visuals | Musik, Ablauf, Referenzen und Screen-Daten |
| Inhalte auf ein Objekt oder Bühnenbild anpassen | Projection Mapping | Maße, Fotos, Betrachtungspositionen und Lichtbedingungen |
| Flächenbezogene Bilder live spielen | Beide Aufgaben gemeinsam planen | Flächenplan, Showstruktur und technischer Übergabepunkt |
| Vorbereitete Bildschleife in einer Ausstellung | Wiedergabe und Flächenbezug klären | Betriebszeiten, Ort, Inhalte und Betreuung |
Inhalt, Bildzuordnung und Geräte unterscheiden
Die eingesetzte Software ordnet Inhalte den vereinbarten Ausgaben zu. Resolume beschreibt diese Aufgabe im Advanced Output und die Anpassung an Flächen in der Output Transformation. Das erklärt den technischen Unterschied; es legt keine Software- oder Gerätezusage für Ihren Auftrag fest.
Im Briefing sollten Content-Erstellung, Live-Bedienung, Projektoren oder Screens, Signaltechnik und Aufbauverantwortung erkennbar sein. Eine Gestaltung allein umfasst nicht automatisch alle benötigten Geräte oder die Betreuung über die gesamte Veranstaltung.
Vom Projektbeispiel zum eigenen Briefing
Beim Spektra Festival sind Sophias visuelle Gestaltung, Live Visuals sowie Aufbau und technische Abstimmung dokumentiert. Die Projektbilder zeigen sowohl die Einrichtung als auch die Bühnenwirkung. Sie geben einen belegten Kontext für diese Zusammenarbeit, ersetzen aber keine Ortsprüfung für eine neue Fläche.
Wenn die Richtung feststeht, bereiten Sie zuerst das kreative Briefing vor und klären anschließend die technische Übergabe mit der Location. Für Mapping helfen Fotos und Maße; für ein VJ-Set zusätzlich Setzeiten und die gewünschte musikalische Abstimmung.
Quellen und Dokumentation
Quellenstand: 10. Oktober 2026. Die Herstellerdokumentation erläutert Bildausgaben und Flächenanpassung. Schemata und Entscheidungsmatrix sind eigene Planungshilfen; der konkrete Aufbau wird projektbezogen geprüft.