Journal von Sophia Ramahi

Live Visuals beschreiben den Betrieb, Mapping die Fläche

Ein VJ gestaltet und mischt bewegte Bilder während einer Veranstaltung. Projection Mapping richtet Bildinhalte auf eine bestimmte reale Fläche aus. Beide Aufgaben können im selben Projekt vorkommen: Ein live gespieltes Bild kann beispielsweise auf mehrere gestaltete Bühnenflächen verteilt werden.

Für die Anfrage ist deshalb hilfreich, zwei Fragen getrennt zu beantworten: Wie sollen die Bilder über die Show hinweg wechseln? Und auf welchen Flächen sollen sie sichtbar sein? Erst daraus ergibt sich der passende kreative und technische Umfang.

Zwei eigene Schemata für unterschiedliche Aufgaben

Die Schemata sind vereinfachte Planungsskizzen, keine dokumentierten Geräteaufbauten. Sie zeigen die Abhängigkeiten, die vor einer Show geklärt werden müssen. Eine konkrete Signalverbindung oder Ausstattung wird erst mit der Veranstaltungstechnik festgelegt.

Planungsschemata – keine technische Anschlussanweisung
LIVE VISUALS
Musik / Showablauf → Bildmaterial + Live-Bedienung
                  → vereinbarter Bildausgang → Screen

PROJECTION MAPPING
Flächenmaße + Blickpositionen → angepasste Inhalte
                             → Bildzuordnung → Projektion auf Fläche

KOMBINATION
Live-Bedienung → flächenbezogene Bildzuordnung → mehrere Bühnenflächen

Welche Angaben führen zum passenden Format?

Für ein VJ-Set stehen Musik, Setstruktur, Bildsprache und Live-Abstimmung im Vordergrund. Für Mapping müssen zusätzlich Geometrie, Betrachtung und Projektorposition geklärt werden. Eine normale rechteckige Leinwand verlangt andere Inhaltsvorbereitung als eine gegliederte Bühnenkonstruktion.

Entscheidungsmatrix für Bühne und Ausstellung Die Tabelle lässt sich seitlich scrollen.
Ihre AufgabePassender EinstiegEntscheidende Unterlagen
Bilder während eines Konzerts live verändernVJ / Live VisualsMusik, Ablauf, Referenzen und Screen-Daten
Inhalte auf ein Objekt oder Bühnenbild anpassenProjection MappingMaße, Fotos, Betrachtungspositionen und Lichtbedingungen
Flächenbezogene Bilder live spielenBeide Aufgaben gemeinsam planenFlächenplan, Showstruktur und technischer Übergabepunkt
Vorbereitete Bildschleife in einer AusstellungWiedergabe und Flächenbezug klärenBetriebszeiten, Ort, Inhalte und Betreuung

Inhalt, Bildzuordnung und Geräte unterscheiden

Die eingesetzte Software ordnet Inhalte den vereinbarten Ausgaben zu. Resolume beschreibt diese Aufgabe im Advanced Output und die Anpassung an Flächen in der Output Transformation. Das erklärt den technischen Unterschied; es legt keine Software- oder Gerätezusage für Ihren Auftrag fest.

Im Briefing sollten Content-Erstellung, Live-Bedienung, Projektoren oder Screens, Signaltechnik und Aufbauverantwortung erkennbar sein. Eine Gestaltung allein umfasst nicht automatisch alle benötigten Geräte oder die Betreuung über die gesamte Veranstaltung.

Vom Projektbeispiel zum eigenen Briefing

Beim Spektra Festival sind Sophias visuelle Gestaltung, Live Visuals sowie Aufbau und technische Abstimmung dokumentiert. Die Projektbilder zeigen sowohl die Einrichtung als auch die Bühnenwirkung. Sie geben einen belegten Kontext für diese Zusammenarbeit, ersetzen aber keine Ortsprüfung für eine neue Fläche.

Wenn die Richtung feststeht, bereiten Sie zuerst das kreative Briefing vor und klären anschließend die technische Übergabe mit der Location. Für Mapping helfen Fotos und Maße; für ein VJ-Set zusätzlich Setzeiten und die gewünschte musikalische Abstimmung.

Sophias Beitrag beim Spektra Festival

Kreatives VJ-Briefing

Technischen Rider vorbereiten

Quellen und Dokumentation

Quellenstand: 10. Oktober 2026. Die Herstellerdokumentation erläutert Bildausgaben und Flächenanpassung. Schemata und Entscheidungsmatrix sind eigene Planungshilfen; der konkrete Aufbau wird projektbezogen geprüft.

Resolume: Advanced Output

Resolume: Output Transformation