Journal von Sophia Ramahi

Inhaltlich aktualisiert am 10. Oktober 2026

Was macht ein VJ bei einem Konzert?

Ein VJ wählt und mischt visuelles Material während einer Veranstaltung. Clips, Loops, Texturen oder Live-Bilder können auf Musik, Stimmung und Ablauf abgestimmt werden. Ob Bilder frei gemischt werden oder feste Sequenzen vorgesehen sind, gehört bereits ins Briefing.

Live Visuals beschreiben den Bildinhalt und seinen Live-Einsatz. Projection Mapping beschreibt die Anpassung einer Projektion an eine konkrete Fläche oder Form. Beides kann zusammenkommen: Ein Set wird live gespielt, während seine Ausgabe auf Teile eines Bühnenbilds verteilt ist. Dafür braucht es eine gemeinsame Planung von Material, Bildflächen und Technik.

Live Visuals und Projection Mapping als unterschiedliche Leistungen

Musik, Setzeiten und Bildsprache beschreiben

Nennen Sie Veranstaltung, Spielort, Line-up und geplante Setzeiten. Musikbeispiele helfen, die Richtung einzugrenzen. Ergänzen Sie, ob ein Act durchgehend begleitet wird, mehrere Sets wechseln oder Bilder auch in Umbaupausen laufen sollen. Künstlerische Wünsche werden an konkreten Referenzen besprochen.

Ein nützliches Briefing unterscheidet Stimmung von Materialbedarf. ‚Dunkel und rhythmisch‘ beschreibt eine Richtung; ein bestimmtes Logo, eine feste Textfolge oder Bildmaterial für jeden Song beschreibt zusätzliche Arbeit. Auch ruhige Passagen, Gesprächsteile und gewünschte Pausen sind relevant.

Screens und Signalwege mit der Location klären

Fragen Sie nach einem Plan der Bildflächen, deren Auflösung und Seitenverhältnis sowie dem vorgesehenen Anschluss für die Zuspielung. Ein Foto der Bühne ist hilfreich, ersetzt aber keine technischen Angaben. Für mehrere Screens muss klar sein, ob alle dasselbe Bild erhalten oder unterschiedliche Ausschnitte zeigen sollen.

Benennen Sie die technische Ansprechperson und den Platz für die Zuspielung. Projektoren, LED-Screens, Signalverteilung und deren Einrichtung werden als Zuständigkeiten festgelegt. Eine VJ-Buchung enthält diese Technik nicht automatisch. Die Dokumentation von Resolume zeigt beispielhaft, wie Bildausschnitte unterschiedlichen Ausgaben zugeordnet werden können; daraus folgt keine Festlegung auf eine Software für Ihren Auftrag.

Vorhandenes Material vor der Buchung sichten

Legen Sie bereitgestellte Clips, Logos und Texte in einer geordneten Materialliste ab. Geben Sie an, welche Inhalte verwendet werden müssen und welche nur als Referenz dienen. Format, Auflösung und Länge werden mit den geplanten Ausgaben abgeglichen. Materialanpassung oder neue Gestaltung wird im Umfang berücksichtigt.

Klären Sie, wer Inhalte zur Nutzung freigeben kann und für welche Veranstaltung sie vorgesehen sind. Fragen zu Musik, Bildern, Personen oder Marken werden vor dem Einsatz mit den jeweiligen Rechteinhabern geklärt. Die Freigabe für die Projektion beantwortet außerdem nicht automatisch, ob eine Veranstaltungsaufzeichnung später veröffentlicht werden darf.

Aufbau, Probelauf und Änderungen einplanen

Der Ablauf enthält Ladezugang, Aufbau, technische Prüfung, Setbeginn und Abbau. Ein Probelauf sollte das tatsächliche Zusammenspiel von Bildern, Bühne und Licht zeigen. Benennen Sie auch, wann Künstler oder Veranstaltungstechnik für eine Abstimmung erreichbar sind.

Halten Sie Änderungen nachvollziehbar fest. Ein zusätzlicher Screen, neue Setzeiten oder Material kurz vor der Veranstaltung kann die Vorbereitung verändern. Ansprechpartner und ein Zeitpunkt für die Materialübergabe helfen, den Auftrag planbar zu halten. Bei Spektra sind visuelle Gestaltung, Live Visuals, Aufbau und technische Abstimmung als Sophias Aufgaben dokumentiert.

Spektra Festival: Bilder und Sophias Beitrag

Welche Angaben bestimmen die Kosten?

Vorbereitung, neu zu gestaltendes Material, Zahl und Anordnung der Bildflächen, Setdauer, Reise und technische Aufgaben beeinflussen den Aufwand. Ein kurzes Set kann viel eigene Materialgestaltung benötigen. Ein länger laufendes Set aus passendem, freigegebenem Material stellt andere Anforderungen.

Für eine erste Anfrage reichen Termin, Ort, Musikrichtung, Spielzeiten, Fotos oder ein Bühnenplan und Angaben zur vorhandenen Technik. Sagen Sie dazu, ob Inhalte bereits vorliegen. Auf dieser Grundlage lassen sich Gestaltung, Live-Einsatz und technische Bereitstellung getrennt besprechen; einen festen Preis ersetzt das Briefing nicht.

VJ und Live Visuals aus Düsseldorf anfragen

Eine Setliste um Bildentscheidungen ergänzen

Die eigene Cue-Vorlage ordnet jedem Showabschnitt Bildidee, Übergang und zuständige Person zu. Ohne festes Songprogramm können stattdessen musikalische Phasen oder vereinbarte Signale eingetragen werden. Das Blatt bleibt eine kreative Ablaufhilfe; technische Anschlüsse werden im Rider bestätigt.

Eigene leere Showstruktur für das VJ-Briefing Die Tabelle lässt sich seitlich scrollen.
AbschnittBildentscheidungAbstimmung
Einlass / StartGewünschte Stimmung und erster BildwechselWer gibt das Startsignal?
Song / ShowphaseMaterial, Reaktion und ÜbergangWelche Wechsel stehen fest, welche bleiben live?
Pause / EndeStandbild, Übergang oder AbschlussWer bestätigt den Zeitpunkt?

Cue- und Setliste als CSV ausfüllen

Die technische Übergabe separat vorbereiten

Quellen und Dokumentation

Quellenstand: 10. Oktober 2026. Die Software-Dokumentation dient als technisches Beispiel. Die passende Zuspielung wird mit der vorhandenen Veranstaltungstechnik abgestimmt.

Resolume: Advanced Output und Zuordnung von Bildausgaben