Journal von Sophia Ramahi

Die fertige Länge beschreibt nur einen Teil des Auftrags

Was Videoschnitt kostet, hängt auch davon ab, wie viel Material gesichtet werden muss und wie klar die gewünschte Geschichte bereits ist. Ein kurzer Trailer aus einer freigegebenen Langfassung verlangt eine andere Auswahl als ein kurzer Film aus unsortierten Aufnahmen mehrerer Drehtage.

Für eine Einschätzung sind Materialumfang, technische Ausgangslage, Ziel und Fassungen hilfreicher als die Dateigröße allein. Sophia prüft vorhandenes Material und den gewünschten Bearbeitungsumfang. Dieser Ratgeber enthält keine festen Stunden- oder Paketpreise.

Sichtung und Auswahl getrennt vom Feinschnitt beschreiben

Ist bereits entschieden, welche Aussagen oder Takes verwendet werden sollen, kann der Auftrag darauf aufbauen. Muss die Aussage erst im Rohmaterial gefunden werden, gehört diese redaktionelle Auswahl zur Arbeit. Eine Liste mit gewünschten Clips hilft nur dann, wenn Dateien und Positionen eindeutig benannt sind.

Für mehrere Kameras, separat aufgenommenen Ton oder unterschiedliche Aufnahmeeinstellungen kommen Zuordnung und technische Prüfung hinzu. Vorhandene Schnittprojekte können nützlich sein; ihre Übernahme hängt davon ab, ob Medien, Projektdateien und benötigte Bestandteile vollständig und kompatibel sind.

Originaldateien und Schnittprojekte zur Übergabe vorbereiten

Eine Umfangsmatrix für die Kalkulation

Die Matrix ist eine selbst erstellte Briefing-Hilfe. Tragen Sie Mengen ein, soweit sie bekannt sind, und beschreiben Sie die gewünschte Bearbeitung. Daraus entsteht noch kein automatisch berechneter Preis.

Aufgaben, die den Schnittumfang verändern Die Tabelle lässt sich seitlich scrollen.
AngabeWas Sie eintragenWarum sie hilft
RohmaterialUngefähre Laufzeit, Drehtage und AufnahmequellenSichtung und Zuordnung einschätzen
AuswahlVorhandene Clip- oder AussagenlisteRedaktionelle Arbeit abgrenzen
BearbeitungTon, Farbe, Grafiken, Musik und UntertitelZusätzliche Aufgaben benennen
FassungenZweck, Länge, Bildformat und Sprache je AusgabeEigene Schnitte von reinen Exporten unterscheiden
FeedbackFreigabeperson und vereinbarte KorrekturrundenÄnderungen und Abnahme planen

Videoschnitt-Umfang als CSV ausfüllen

Eine weitere Datei kann eine weitere Schnittfassung sein

Ein Export mit anderer technischer Einstellung ist etwas anderes als eine inhaltlich gekürzte Fassung. Für einen Hochformatclip können Bildausschnitte neu gesetzt und Texte umgebaut werden müssen. Eine andere Sprache kann neue Untertitel und zusätzliche Prüfung erfordern.

Benennen Sie jede Ausgabe separat. So ist vor dem Auftrag erkennbar, welche Fassungen gemeinsam aus demselben Schnitt entstehen und welche eigene Arbeit benötigen. Die Anforderungen der jeweiligen Veröffentlichung werden bei der Auslieferung geprüft.

Untertitel und Ausgabevarianten planen

Feedback und zusätzliche Wünsche nachvollziehbar halten

Eine gebündelte Rückmeldung zu einer eindeutig benannten Fassung ist besser planbar als widersprüchliche Einzelkommentare. Nennen Sie Timecode, gewünschte Änderung und den Grund, wenn sich eine Aussage oder Reihenfolge ändern soll.

Wird nach der Abstimmung ein neuer Drehblock ergänzt oder die Filmidee geändert, verändert sich der Auftrag. Fragen Sie deshalb vorab, wie zusätzliche Bearbeitung, weitere Fassungen und nachträgliche Änderungen behandelt werden. Die vereinbarten Grenzen gehören in das konkrete Angebot.

Mit welchen Angaben Sie starten können

Schicken Sie eine Beschreibung von Material, gewünschtem Ergebnis und Abgabetermin. Für die erste Abstimmung ist eine Übersicht sinnvoller als ein ungefragter Upload vertraulicher Dateien. Der Übertragungsweg und der Umgang mit den Daten werden anschließend vereinbart.

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