Die fertige Länge beschreibt nur einen Teil des Auftrags
Was Videoschnitt kostet, hängt auch davon ab, wie viel Material gesichtet werden muss und wie klar die gewünschte Geschichte bereits ist. Ein kurzer Trailer aus einer freigegebenen Langfassung verlangt eine andere Auswahl als ein kurzer Film aus unsortierten Aufnahmen mehrerer Drehtage.
Für eine Einschätzung sind Materialumfang, technische Ausgangslage, Ziel und Fassungen hilfreicher als die Dateigröße allein. Sophia prüft vorhandenes Material und den gewünschten Bearbeitungsumfang. Dieser Ratgeber enthält keine festen Stunden- oder Paketpreise.
Sichtung und Auswahl getrennt vom Feinschnitt beschreiben
Ist bereits entschieden, welche Aussagen oder Takes verwendet werden sollen, kann der Auftrag darauf aufbauen. Muss die Aussage erst im Rohmaterial gefunden werden, gehört diese redaktionelle Auswahl zur Arbeit. Eine Liste mit gewünschten Clips hilft nur dann, wenn Dateien und Positionen eindeutig benannt sind.
Für mehrere Kameras, separat aufgenommenen Ton oder unterschiedliche Aufnahmeeinstellungen kommen Zuordnung und technische Prüfung hinzu. Vorhandene Schnittprojekte können nützlich sein; ihre Übernahme hängt davon ab, ob Medien, Projektdateien und benötigte Bestandteile vollständig und kompatibel sind.
Originaldateien und Schnittprojekte zur Übergabe vorbereiten
Eine Umfangsmatrix für die Kalkulation
Die Matrix ist eine selbst erstellte Briefing-Hilfe. Tragen Sie Mengen ein, soweit sie bekannt sind, und beschreiben Sie die gewünschte Bearbeitung. Daraus entsteht noch kein automatisch berechneter Preis.
| Angabe | Was Sie eintragen | Warum sie hilft |
|---|---|---|
| Rohmaterial | Ungefähre Laufzeit, Drehtage und Aufnahmequellen | Sichtung und Zuordnung einschätzen |
| Auswahl | Vorhandene Clip- oder Aussagenliste | Redaktionelle Arbeit abgrenzen |
| Bearbeitung | Ton, Farbe, Grafiken, Musik und Untertitel | Zusätzliche Aufgaben benennen |
| Fassungen | Zweck, Länge, Bildformat und Sprache je Ausgabe | Eigene Schnitte von reinen Exporten unterscheiden |
| Feedback | Freigabeperson und vereinbarte Korrekturrunden | Änderungen und Abnahme planen |
Eine weitere Datei kann eine weitere Schnittfassung sein
Ein Export mit anderer technischer Einstellung ist etwas anderes als eine inhaltlich gekürzte Fassung. Für einen Hochformatclip können Bildausschnitte neu gesetzt und Texte umgebaut werden müssen. Eine andere Sprache kann neue Untertitel und zusätzliche Prüfung erfordern.
Benennen Sie jede Ausgabe separat. So ist vor dem Auftrag erkennbar, welche Fassungen gemeinsam aus demselben Schnitt entstehen und welche eigene Arbeit benötigen. Die Anforderungen der jeweiligen Veröffentlichung werden bei der Auslieferung geprüft.
Feedback und zusätzliche Wünsche nachvollziehbar halten
Eine gebündelte Rückmeldung zu einer eindeutig benannten Fassung ist besser planbar als widersprüchliche Einzelkommentare. Nennen Sie Timecode, gewünschte Änderung und den Grund, wenn sich eine Aussage oder Reihenfolge ändern soll.
Wird nach der Abstimmung ein neuer Drehblock ergänzt oder die Filmidee geändert, verändert sich der Auftrag. Fragen Sie deshalb vorab, wie zusätzliche Bearbeitung, weitere Fassungen und nachträgliche Änderungen behandelt werden. Die vereinbarten Grenzen gehören in das konkrete Angebot.
Mit welchen Angaben Sie starten können
Schicken Sie eine Beschreibung von Material, gewünschtem Ergebnis und Abgabetermin. Für die erste Abstimmung ist eine Übersicht sinnvoller als ein ungefragter Upload vertraulicher Dateien. Der Übertragungsweg und der Umgang mit den Daten werden anschließend vereinbart.