Journal von Sophia Ramahi

Inhaltlich aktualisiert am 10. Oktober 2026

Was soll der Film erklären?

Ein Imagefilm mit Interviews kann eine Organisation durch Menschen und ihre konkrete Arbeit verständlich machen. Dafür braucht es eine klare Frage: Was soll jemand erfahren, der Ihren Betrieb, Ihre Initiative oder Ihre kulturelle Einrichtung noch nicht kennt? Eine Liste aller Leistungen beantwortet das oft weniger gut als eine ausgewählte Aufgabe mit nachvollziehbarem Ablauf.

Beschreiben Sie Zielgruppe und Nutzung, bevor Gesprächspartner ausgewählt werden. Ein Film für die Website braucht nicht dieselben Informationen wie eine interne Einführung oder eine kurze Fassung für eine Veranstaltung. Für ein Interviewporträt werden Gespräch, Arbeitsbilder und spätere Fassungen als gemeinsames Konzept geplant.

Imagefilm und Interviewporträt aus Düsseldorf

Eine Imagefilm-Konzept-Vorlage ausfüllen

Ein erstes Konzept verbindet die Aussage des Films mit den Menschen und Bildern, die sie nachvollziehbar machen. Schreiben Sie auf, wen der Film erreichen soll, welche Frage er beantwortet und welche konkrete Arbeit dafür gezeigt werden kann. Daraus entstehen Interviewthemen und ein Motivplan.

Die Vorlage ist ein leeres Briefing für diese Abstimmung. Sie enthält weder eine fertige Geschichte noch einen festen Produktionsumfang. Tragen Sie nur Angaben ein, die Sie für Ihr Projekt kennen, und markieren Sie offene Entscheidungen. Personen, Aufnahmeorte, Nutzungsorte und Freigaben werden vor dem Dreh gemeinsam geklärt.

Bausteine für ein Imagefilm-Konzept mit Interviews Die Tabelle lässt sich seitlich scrollen.
BausteinFrage für das BriefingWas daraus geplant wird
Zielgruppe und FilmzielWer soll nach dem Film was verstanden haben?Themenauswahl und Schwerpunkt
KernaussageWelche konkrete Arbeit oder Aufgabe macht das Thema verständlich?Nachvollziehbare Aussage statt allgemeiner Werbesätze
GesprächspartnerWer kann die ausgewählte Aufgabe aus eigener Arbeit erklären?Interviewthemen und verfügbare Personen
ArbeitsbilderWelche Abläufe, Orte und Details passen zu den Aussagen?Motivliste und erreichbare Drehfenster
AusspielungWo wird der Film genutzt und welche Fassungen werden gebraucht?Bildformate, Sprachen und Untertitel
Rahmen und FreigabenWelche Termine, Ressourcen und Zuständigkeiten sind geklärt?Angebotsumfang und gemeinsamer Freigabeweg

Leere Imagefilm-Konzept-Vorlage herunterladen (CSV)

Fragen, die zu konkreten Antworten führen

Fragen Sie nach einer Tätigkeit, einer Entscheidung oder einem Beispiel. ‚Was passiert als Erstes, wenn eine neue Anfrage eingeht?‘ ist konkreter als ‚Was macht Sie besonders?‘ Eine Person kann so ihre Arbeit erklären, statt allgemeine Werbesätze zu wiederholen. Auch Begriffe, die nur intern bekannt sind, brauchen eine Erklärung.

Ein Fragenplan kann drei Aufgaben verbinden: die Person vorstellen, ihre Arbeit nachvollziehbar machen und die Bedeutung für das Publikum erklären. Fragen wie ‚Woran merken Sie, dass dieser Schritt gelungen ist?‘ oder ‚Was muss vorher vorbereitet werden?‘ geben Gesprächspartnern eine Richtung. Welche Fragen zum Projekt passen, wird im Briefing besprochen; auswendig gelernte Antworten sind keine Voraussetzung.

Gesprächspartner und Aufnahmeort auswählen

Wählen Sie Personen, die die vorgesehenen Themen aus ihrer tatsächlichen Arbeit erklären können und auftreten möchten. Klären Sie Termin, verfügbare Zeit, Namensschreibweise und Funktionsbezeichnung. Wer die Aussagen später freigibt, sollte bereits vor dem Drehtag feststehen.

Ein geeigneter Ort muss Bild und Ton ermöglichen. Prüfen Sie störende Gespräche, Maschinen, Verkehr und Lüftung sowie mögliche Veränderungen des Tageslichts. Ein Raum, der im Alltag ruhig wirkt, kann während des Betriebs anders klingen. Aufbau und Probeaufnahme gehören deshalb ins Drehfenster; ein Gespräch wird nicht erst beim Eintreffen der Kamera eingeplant.

Originalton für Interviews und Drehs planen

Ergänzende Arbeitsbilder vorbereiten

Das Interview liefert Aussagen; ergänzende Bilder können zeigen, wovon gesprochen wird. Notieren Sie Tätigkeiten, Orte und Details, die zum Gespräch passen. Prüfen Sie, wann diese Vorgänge tatsächlich stattfinden und welche Bereiche für einen Dreh zugänglich sind.

Planen Sie nicht nur eine Sammlung beliebiger Motive. Wenn eine Person einen Ablauf erklärt, sollten passende Schritte und Details dafür erreichbar sein. Kundendaten, vertrauliche Unterlagen und nicht freigegebene Bereiche werden vorab benannt. Ein kurzer Motivplan verbindet Interviewthemen und Arbeitsbilder, ohne eine komplette Produktion vorwegzunehmen.

Licht, Tageszeit und Aufnahmeort vorbereiten

Freigaben und Fassungen im Briefing festhalten

Klären Sie mit den Beteiligten, wer auftreten darf, welche Bereiche gezeigt werden und wo der Film veröffentlicht werden soll. Musik, Fotos oder zusätzliches Material werden mit ihren Nutzungsrechten erfasst. Bei offenen Fragen werden die zuständigen Personen oder Rechteinhaber einbezogen; eine Drehzusage allein klärt nicht jede spätere Verwendung.

Benennen Sie gewünschte Sprachen, Untertitel, Hoch- und Querformate und kurze Auszüge. Eine zusätzliche Version kann andere Aussagen oder Bildausschnitte benötigen. Für die Korrekturphase werden eine verantwortliche Ansprechperson und ein gemeinsamer Freigabeweg festgelegt.

Was für eine erste Anfrage genügt

Nennen Sie Organisation, Ziel des Films, vorgesehenen Drehort und Zeitraum. Ergänzen Sie mögliche Gesprächspartner, Themen, Arbeitsmotive, geplante Nutzung und Abgabetermin. Falls Material vorhanden ist, geben Sie eine Übersicht und den Stand seiner Freigabe an.

Sophia kann damit Konzept, Interviews, Kamera, Ton und Postproduktion als Aufgaben eingrenzen. Zahl der Personen und Orte, Drehfenster, Materialmenge und Fassungen bestimmen den weiteren Umfang. Verbindliche Kosten und Termine ergeben sich aus dem konkreten Angebot; dieser Fragenplan ist eine Vorbereitung dafür.

Ein Interviewporträt oder einen Imagefilm besprechen

Ein ausgefülltes Demo-Briefing lesen

Dieses Beispiel wurde eigens als Planungshilfe erstellt. Es beschreibt ein mögliches Interview und keinen Kundenfall: Der Film soll einen Arbeitsablauf verständlich machen. Eine Person erklärt den ersten Schritt, dazu werden Hände und Material am Arbeitsplatz gezeigt. Namen, Ort und reale Unternehmensdaten sind nicht Bestandteil der Demo.

Eigene Demonstration: Aussage, Frage und Arbeitsbild Die Tabelle lässt sich seitlich scrollen.
Gewünschte AussageOffene InterviewfrageMögliches Arbeitsbild
Den Beginn der Arbeit erklärenWomit beginnen Sie, und warum?Material wird vorbereitet
Eine Entscheidung verständlich machenWoran erkennen Sie, dass dieser Schritt passt?Detail der Prüfung
Das Ergebnis einordnenWas soll danach funktionieren?Fertiger Arbeitsschritt im Zusammenhang

Den Interviewraum gemeinsam für Bild und Ton prüfen

Beurteilen Sie den Raum zur vorgesehenen Aufnahmezeit: Welche Geräusche sind hörbar, welche Lichtquellen verändern sich, und ist genug Platz für Person, Kamera und vereinbarten Aufbau vorhanden? Eine attraktiv aussehende Fläche kann akustisch ungünstig sein. Ein kurzer Sprachtest am Ort hilft bei der Abstimmung.

Halten Sie eine Ersatzposition und benötigte Ruhezeiten fest. Die Raumprüfung ergänzt das Konzept um die Bedingungen der tatsächlichen Aufnahme.

Originalton für Interviews

Drehorte und Gesprächspartner im Angebotsumfang benennen